Für immer
Für immer
kann ich dich nicht haben,
höchstens einmal für immer
oder kein einziges Mal.
Wie schön es doch wäre,
alle Kriege zu beenden,
um bei dir Frieden zu finden,
in deiner Umarmung
die Sprache zu verlieren,
die vor deiner Schönheit
nur verstummen kann.
Wie schön es doch wäre,
für immer unterzugehen
in den blauen Teichen deiner Augen,
deine segnenden Hände zu spüren,
mit denen du mich pflückst
wie eine reife Frucht
in den zärtlichen Gärten
zwischen Schlaf und Traum.
An deinem Hals
die Kette meiner trunkenen Küsse,
an deinen Beinen
das Strumpfband meiner Lust.
Ich möchte Rotwein trinken
im Süden deines Herzens,
die ersehnte Nahrung finden
zwischen deinen Schenkeln,
zwischen deinen Brüsten
die Liebe mit dem Leben bezahlen
und in den Wäldern deiner Haare
meine Augen schließen für immer.
Manfred Ach
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ich lieb dich
ich lieb' dich so sehr
wie der sand das meer
ich lieb' dich so sehr
wie die
sonne
das naß
ich lieb' dich so sehr
wenn die straße glüht
ich lieb' dich so sehr
wie der vater das kind
ich lieb' dich so sehr
bis ich das wort wiederfind.
ich find
das wort an einem dunklen ort
wenn das licht
sachte blinzelt
und
ich
schreib's dann
der
lieb'
wie
ein
kind
der mutter,
wenn
das christkind
kommt.
ich lieb' dich so sehr
wie die sonne
das meer.
Angelika Demel
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Und wenig Wissen
Und wenig Wissen, aber der Freude viel
Ist Sterblichen gegeben,
Warum, o schöne Sonne, genügst du mir,
Du Blüte meiner Blüten! am Maitag nicht?
Was weiß ich höheres denn?
O daß ich lieber wäre, wie Kinder sind!
Daß ich, wie Nachtigallen, ein sorglos Lied
Von meiner Wonne sänge!
Friedrich Hölderlin
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Ein Kranz aus Zärtlichkeit...
Deine Liebe
lässt
in meinem Seelengarten
die schönsten Rosen
erblühen
und ihre zarten Triebe
flechten einen Kranz
aus Zärtlichkeit
um mein Herz
Sigrid Boos
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Mondnacht
Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt.
Daß sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müßt.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht.
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus.
Flog durch die stille Lande,
Als flöge sie nach Haus.
Joseph Freiherr von Eichendorff
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